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Digitales Archiv | Work in progress

Der Kommentar will kein Archiv sein, kein Abgesang, ein work in progress. Der Kommentarbereich ist mein digitales Archiv und wird stetig erweitert und mit neuen Kommentierungen versehen. Er stellt einen lebendigen Dialog mit meiner eigenen Vergangenheit dar.

Er will keine Selbstdarstellung sein, sondern Aufarbeitung, denn kein Leben lässt sich schlüssig erklären, weder durch andere noch durch einen selbst. Wir sind lediglich in der Lage Ereignisse zu deuten, in einen Zusammenhang zu bringen, denn was wir Biographie nennen, ist nichts weiter als eine Annäherung an das Selbst, das ein Mensch einmal gewesen sein mag. Und wenn der Versuch einer Objektivierung eines Lebens nur eine Annäherung ist, wie muss erst der Versuch einer Autobiographie scheitern.

Eine Autobiographie ist nichts weiter als ein Befund, der sich aus der fragmentarischen Existenz, die sich aus tausenderlei Erinnerungen zusammensetzt, die im Rückblick wie ein Leben erscheinen, zusammensetzt. Das Denken über das Leben ist immer eine Rekonstruktion von Erinnerung.

Es gibt viele Weg sich dem eigenen Werk und Leben zu nähern. Ich habe den Kommentar gewählt, um damit aus einer Endperspektive einen Blick auf die Anfänge zu werfen, um sie dadurch zu reflektieren. Es handelt sich dabei nicht um eine Rechtfertigung oder Absolution des eigenen Handelns, sondern lediglich um eine Einordnung, die Suche nach einem Weg, der mir Gewissheit über mein Leben verschaffen soll. Denn ohne diese Gewissheit existiert zu haben, würde ich wie ein Geist im Strom der eigenen Geschichte enden.

Der Kommentar zu meinem Leben beginnt mit dem ersten erhaltenen Text, den ich bewusst und aus eigenem Antrieb geschrieben habe, einen Tagebucheintrag vom [19.7.1979].

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